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Juleica-Schulung 2015

J U L E I C A - S C H U L U N G   2 0 1 5 



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Juleica-Schulung der DJO in der Aschenhütte
Teilnehmer aus der DBJT – Deutsche Banater Jugend und Trachtengruppen

Das Einmaleins eines jeden Gruppenleiters

Wie wird man ein guter Jugendleiter? Was tun, wenn die Gruppe schwer zu motivieren ist?
Diese Fragen konnten 16 Jugendliche auf dem Juleica-Seminar vom 27. bis 29. November 2015 im „Ferienheim Aschenhütte“, der djo Jugendbildungsstätte in Bad Herrenalb/Schwarz-wald, stellen und beantworten.
Die Juleica ist eine internationale Ausweisung für ein Jungendleiter. Sie bestätigt, dass ein 40 stündiger Kurs belegt wurde, in welchem Rechte und Pflichten beim Leiten einer Gruppe, sowie weitere interessante Themengebiete besprochen wurden. In vielen deutschen Organi-sationen wird diese Qualifikation mit sehr großen Interesse verfolgt. Unter anderem beim Roten Kreuz und verschiedenen kirchlichen Organisationen.
Dies hat dazu geführt, dass wir es als sinnvoll erachtet haben diese Zusatzqualifikation auch für die DBJT anzubieten. Also für die Tanzleiter und Jugendlichen, die in ihren Gruppen ver-antwortungsvolle Aufgaben übernehmen.
Dieser Kurs wurde in Kooperation mit der djo Baden-Württemberg organisiert. Als Pate stand uns unser Landesvorsitzenden der djo Baden-Württemberg Hartmut Liebscher zur Seite. Vom Bundesverband der djo (Deutsche Jugend in Europa) in Berlin, reiste die Bundes-integrationsreferentin an, die die einzelnen Themen mit uns bearbeitete. Johanna Bontzol ist auf unsere Probleme und Situationen individuell eingegangen und hat uns damit sehr weiter-geholfen.
So wurde dieses Wochenende kein langweiliger Vortrag, bei dem alle nur zuhörten, sondern es wurde ständig interagiert und diskutiert, sowie viele Ideen ausgetauscht.
Am Freitag kamen DBJTler aus ganz Süddeutschland zusammen: Vertreter der Gruppen, Crailsheim, Esslingen, Nürnberg, München, Reutlingen, Singen und Spaichingen waren an-wesend.
Nach der Zimmerverteilung und dem Abendessen gab es ein kleines Aufwärmspiel, um sich auf das Wochenende einzustimmen. Danach hieß es „Freie Abendgestaltung“
Viele waren müde und erschöpft doch für singen und mehrere Runden Activity wurden die letzten Kräfte mobilisiert. Danach ist jeder müde aber mit Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett gefallen.
Nach einem kräftigen Frühstück gab es den Startschuss mit der ersten Aufgabe. Wie sieht meine Gruppe aus?
Die DBJT besteht zum größten Teil aus Tanzgruppen. Genauso wie Menschen unterschiedlich sind, so sind auch die Tanzgruppen in der DBJT unterschiedlich. Jede Gruppe hat ihre eigene Geschichte und vor allem auch Vereinsstruktur. Für die einen ist Theater ein wichtiger Stand-fuß für die anderen steht das Singen an erster Stelle. Dies sollte man möglichst anschaulich an Hand von Postern den anderen vorstellen.
Die meisten Teilnehmer des Seminars haben in ihren Tanzgruppen direkt oder sehr nah mit der Tanzleitung zu tun. Die einen führen die Gruppen sogar, die anderen sind als Unterstüt-zung nicht mehr wegzudenken. Wir planen Proben und Auftritte also schon jahrelang, doch die wenigsten haben sich Gedanken gemacht, was eine Probe ausmacht.
Es war für jeden kompliziert sich zusammenzureimen was eine gute Tanzprobe, Veranstal-tung oder Ausflug mit sich bringen muss. Wieso also nicht einmal anders rum? In einer wei-teren Aufgabe sollten wir überlegen wie es nicht sein sollte. Nach intensivem Gestalten von Plakaten konnte jede Gruppe eine wundervoll schiefgegangen Probe, Veranstaltung oder-Ausflug präsentieren. Diese Herangehensweise führte letztendlich zu einem Ratgeber wo-rauf man achten sollte, damit nichts schief geht.
Nach diesen Einheiten war es Zeit den Körper mit Mittagessen und viel frischer Luft zu füt-tern. Die einen machten dies mit einem Spaziergang draußen, die anderen relaxten bei Mu-sik mit offenem Fenster.
Die Vorträge und Präsentationen hätten uns jedoch nur halb so viel weitergeholfen, wenn wir die Ratschläge und Methoden nicht an uns herangelassen hätten. Deswegen konnte ich mich richtig darüber freuen, dass es zum regen Austausch zwischen den Personen gekom-men ist und sich interessante Gespräche ergeben haben.
Nach dem eher pädagogischen und vor allem praktischen Teil folgte nun eine kurze Einfüh-rung in die Theorie des Verhaltens einer Gruppe. Welche Phasen immer durchschritten wer-den und vor allem auch wie man Problemen vorbeugt.
Dieses waren jedoch nur wenige der vielen interessanten Themen, die wir ansprachen und die zu regelrechten „aha Effekten“ führten.
Am Abend machten wir mit Hartmut Liebscher noch einen kleinen tänzerischen Ausflug in andere Länder. Wir erlernten und tanzten gemeinsam mit ihm alte deutsche Tänze und in-ternationale Tänze aus England und Skandinavien. Mit weiteren gemeinsamen Aktivitäten ging auch dieser Abend zu Ende.
Eine letzte, sehr wichtige Einheit beendete das Seminar am Sonntagvormittag. Wir erlernten den Umgang mit Anträgen und Formularen aber auch was Aufsichtspflicht wirklich heißt. Die Referenten schafften es diese eigentlich sehr trockenen Themen interessant an uns heranzu-bringen.
Nachdem alle Taschen gepackt und in den Autos verstaut waren, war es Zeit sich zu verab-schieden. Dies fiel wie immer etwas schwer, vor allem weil wir so ein tolles Wochenende zu-sammen verbracht hatten. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Hartmut Liebscher und Johanna Bontzol.
Lukas Krispin



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